Rapunzel - Neu verföhnt ... Die GewinnerInnen

Sie stehen fest: die GewinnerInnen des >“Rapunzel - Neu verföhnt”-Gewinnspiel.
Unter allen richtigen Einsendungen wurden 2 Fanpaketen verlost und gewonnen haben:
Irmgard M. und Marion T.

Herzlichen Glückwunsch!

Nickname 29.12.2010, 16.29| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Aktion, Umfrage | Tags: Aktion, Gewinnspiel, Disney, Rapunzel,

Rapunzel - Neu verföhnt ... Gewinnspiel



Die Geschichte:
Flynn Rider ist ein Dieb, wie er im Buche steht. Smart, charmant und seinen hartnäckigen Verfolgern immer einen klugen Schritt voraus. Groß ist seine Freude, als er auf der Flucht einen scheinbar verwaisten Turm im Wald entdeckt. Flugs klettert er an ihm hoch und hangelt sich hinein. Noch größer ist allerdings seine Überraschung, als er dort auf ein Mädchen mit langem, seidig glänzendem, blondem Haar trifft. Sehr viel langes blondes Haar. Das Sprichwort „an den Haaren herbeigezogen“ bekommt für ihn eine völlig neue Bedeutung, als Rapunzel – so ihr Name – ihn damit fängt und an einen Stuhl fesselt. Sie ahnen, was passiert? Haargenau! Rapunzel will raus aus dem Turm. Doch jetzt beginnt entgegen aller Überlieferung für das ungleiche Duo in RAPUNZEL – NEU VERFÖHNT ein haarsträubend komisches und warmherzig verwuscheltes Abenteuer, bei dem sich die beiden mehr als einmal in den Haaren liegen.

> Du möchest gerne die lange Version von "Rapunzel - Neu verföhnt" lesen?



RAPUNZEL – NEU VERFÖHNT heißt der jüngste Filmspaß aus den Disney Feature Animation Studios, der pünktlich zu Weihnachten am 9. Dezember in die deutschen Kinos kommt – und die Frisur sitzt auch in Disney Digital 3DTM. Unter der Regie von Byron Howard & Nathan Greno („Bolt – Ein Hund für alle Fälle“) wurde das beliebte Märchen der Gebrüder Grimm frisch, farbenfroh und fröhlich frisiert und präsentiert im Geist der alten Disney-Meisterwerke eine moderne Rapunzel in einem zeitlosen Abenteuer voller mitreißender Charaktere. Die bezaubernden Songs, die im Winter 2010 einen perfekten Halt im Kinosessel versprechen, schrieb der preisgekrönte Komponist Alan Menken (Oscars® für die Scores zu „Arielle, die Meerjungfrau“, Die Schöne und das Biest“, „Aladdin“ und „Pocahontas“).

Mitmachen und gewinnen


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Wer hat das Märchen RAPUNZEL ursprünglich geschrieben?


Mach mit und gewinne eines von 2 “Rapunzel - Neu verföhnt”-Fanpakete!
Unter allen richtigen Einsendungen verlosen wir je 1 von


Ich wünsche dir viel Glück!

Rechtshinweise zum Gewinnspiel:
Sollten mehrere richtige Einsendungen eingehen, entscheidet das Los!

Gewinnspielende: 12.12.2010, 23:59 Uhr

Hinweis zur Datenverarbeitung:
Deine Daten werden nur bis zur Gewinnerermittlung gespeichert und nach Ablauf des Gewinnspiels gelöscht. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Der Gewinn kann nicht in bar ausbezahlt werden.


© Disney

> Auf www.Pooh-Log.de findest du weitere Informationen zum Film "Rapunzel - Neu verföhnt"


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Nickname 30.11.2010, 16.21| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Aktion, Umfrage | Tags: Gewinnspiel, Movie, Disney, Rapunzel, Aktion,

Rapunzel - Neu verföhnt ... die Geschichte

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RAPUNZEL – NEU VERFÖHNT heißt der jüngste Filmspaß aus den Disney Feature Animation Studios, der pünktlich zu Weihnachten am 9. Dezember in die deutschen Kinos kommt – und die Frisur sitzt auch in Disney Digital 3D. Unter der Regie von Byron Howard & Nathan Greno ("Bolt – Ein Hund für alle Fälle") wurde das beliebte Märchen der Gebrüder Grimm frisch, farbenfroh und fröhlich frisiert, und präsentiert im Geist der alten Disney-Meisterwerke eine moderne Rapunzel in einem zeitlosem Abenteuer voller mitreißender Charaktere, für das der preisgekrönte Komponist Alan Menken bezaubernde Songs schrieb, die im Winter 2010 einen perfekten Halt im Kinosessel versprechen.

Weitere Infos zum Film unter www.disney.de/rapunzel.

pascal2.jpgDie Geschichte:
Seit sich Rapunzel erinnern kann, lebt sie mit ihrer Mutter Gothel hoch oben in einem Turm mitten im Wald. Noch nie hat sie einen Fuß in die Außenwelt gesetzt, weil es ihre besorgte Mutter verboten hat. Zu gefährlich sei es dort draußen für ein kleines Mädchen. Rapunzel macht das Beste aus ihrer Situation: Lebenslustig wirbelt sie herum, liest, putzt, kocht, überzieht die Turmmauern mit einem überwältigenden Wandgemälde und widmet sich ausgiebig ihren 20 Meter langen, seidigen goldenen Haaren, die viel Pflege brauchen. Oder sie spielt mit ihrem farbenfrohen Begleiter Pascal, einem kleinen Chamäleon.


Doch je älter sie wird, umso unglücklicher ist sie: Rapunzel würde alles darum geben, einmal die schwebenden Lichter aus der Nähe zu sehen, die jedes Jahr an ihrem Geburtstag am Horizont in den Himmel steigen.

Kurz bevor sie 18 Jahre alt wird, beschließt sie, Mutter Gothel wieder einmal um Erlaubnis zu bitten, den Turm verlassen zu dürfen, um diesem Geheimnis auf den Grund zu gehen. Doch ihre Mutter lehnt erbost ab. Was Rapunzel nicht weiß: Gothel ist gar nicht ihre leibliche Mutter, sondern hat das Mädchen als Baby aus dem Königspalast entführt, um in den alleinigen Besitz ihrer magischen Haare zu gelangen, die Mutter Gothel als Jungbrunnen dienen.



Eines Tages entdeckt der smarte Dieb Flynn Rider auf der Flucht vor den Wachen des Königspalastes den versteckten Turm. Seine Miträuber, die kräftigen, aber nicht sehr schlauen Stabbington-Brüder, hat er ebenso hereingelegt wie Maximus, das diensteifrige Pferd des Hauptmanns der Palastwache, das ihm hartnäckig auf den Fersen war.



flynn_turm2.jpgAls der Dieb durchs Fenster des Turmes klettert, um sich zu verstecken, kriegt er von der verängstigten Rapunzel hinterrücks mit der Bratpfanne eins übergebraten. Schließlich hat sie noch nie einen Fremden gesehen, und so einen schon gar nicht. Nach der ersten Aufregung fasst Rapunzel jedoch einen kühnen Plan. Der Fremde, der sich Flynn Rider nennt, versteht es normalerweise, mit seiner lässigen Art jedes Mädchen einzulullen.

Doch bei der unbedarften Rapunzel beißt er auf Granit. Wenn er das vorsorglich von ihr versteckte Diebesgut, eine wertvolle Krone, wiederbekommen möchte, muss er Rapunzel zuerst zu den Lichtern und wieder zurückbringen, bevor ihre Mutter heimkommt. Basta!



rapunzel_flynn2.jpgFlynn Rider, von Rapunzel mit ihrem goldenen Haar an einen Stuhl gefesselt, bleibt keine Wahl. Aber er beschließt, das Mädchen gleich zu Beginn ihres Ausflugs so zu verängstigen, dass es sofort freiwillig sofort zurückkehren will.

Doch Rapunzels Begeisterung kennt keine Grenzen, als sie zum ersten Mal Gras unter ihren Füßen spürt, im Wasser plantscht und fröhlich herumtollt. Allerdings plagen sie im nächsten Moment schon wieder schreckliche Gewissensbisse. Immerhin widersetzt sie sich den Anordnungen ihrer Mutter!

Wenigstens in diesem Punkt erweist sich Flynn Rider als Gentleman. Er beruhigt sie mit dem Einwand, dass ein solches Verhalten zum Erwachsenwerden dazugehöre.

Vielleicht ist dieser freche Dieb doch gar kein so übler Kerl?

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bilderreihe2.jpgEr schleppt das naive Mädchen jedoch schnurstracks in eine üble Waldspelunke voller Banditen, um sie zur Umkehr zu bewegen. Ein Schuss, der nach hinten losgeht, denn Rapunzel bringt bei den vermeintlich ungehobelten Räubern nicht nur ungeahnt sensible Seiten zum Vorschein, sondern sie bewahrt Flynn Rider dadurch auch davor, von den Banditen wegen der üppigen Belohnung an die Wachen ausgeliefert zu werden, die – von den verhafteten Stabbington- Brüdern dorthin geführt – das Gasthaus unvermittelt stürmen.

Rapunzel, Pascal und Flynn Rider können durch einen unterirdischen Gang flüchten und gelangen an einen Damm. Am Ausgang des Geheimwegs wartet allerdings schon jemand auf sie: Maximus, das Pferd. Es kommt zu einem Kampf, in dessen Verlauf der Damm bricht und Rapunzel und Flynn Rider sich in eine Höhle flüchten müssen, die sich langsam mit Wasser füllt. Nur mit Hilfe der magischen Haare, die leuchten, wenn Rapunzel singt, finden sie einen Ausweg durch die trübe Brühe.

Währenddessen fängt Mutter Gothel, die Rapunzels Ausbruch aus dem Turm längst entdeckt hat, die geflüchteten Stabbington-Brüder ab und bietet ihnen einen Handel an: Unermesslicher Reichtum und die Rache an ihrem einstigen Bandenmitglied erwarten sie, wenn sie Mutter Gothel helfen, Rapunzel hinters Licht zu führen.

gothel3.jpgDurch die gemeinsame Flucht und die erlebten Abenteuer zusammengeschweißt, bilden Rapunzel und Flynn Rider mittlerweile längst keine Zweckgemeinschaft mehr, sondern haben sich ineinander verliebt. Nachdem sie sich während einer Verschnaufpause am Lagerfeuer näher gekommen sind und Flynn Rider kurz Holz sammeln geht, taucht plötzlich Mutter Gothel auf. Sie fordert von Rapunzel, mit ihr zu kommen. Rapunzel lehnt ab. Sie will bei Flynn Rider bleiben, obwohl ihre Mutter behauptet, er sei nur hinter der Krone her. Wenn sie sich seiner Liebe so sicher sei, dann solle sie ihm die Krone geben, dann werde sie schon sehen, ob er tatsächlich bei ihr bliebe. Mutter Gothel wirft Rapunzel die Krone hin und verschwindet, doch das Mädchen zögert, sie dem zurückkehrenden Flynn Rider zu übergeben ...

maximus_rapunzel.jpgAm nächsten Morgen, es ist Rapunzels 18. Geburtstag, hat auch Maximus die beiden aufgespürt. Doch mit ihrer bezaubernden Art gelingt es Rapunzel endlich, das Pferd davon zu überzeugen, Flynn Rider zu verschonen, damit er ihr den Wunsch erfüllen kann, die schwebenden Lichter zu sehen. Gemeinsam reiten sie die letzte Strecke zum Königspalast und mischen sich heimlich – schließlich wird Flynn Rider immer noch als Dieb gesucht – unter die Menschen bei einem großen Volksfest: der Geburtstagsfeier zu Ehren der verschwundenen Prinzessin.
Als sie abends die Lichter von einem Boot aus in den Himmel steigen sehen, ist Rapunzel überwältigt. Das Meer aus schwebenden Laternen ist noch schöner, als sie es sich jemals hätte träumen lassen.



Überglücklich gibt sie Flynn Rider nun doch die Krone, als dieser am Ufer die Stabbington-Brüder bemerkt. Um die Streitigkeiten mit den Banditen ein für alle Mal beizulegen, will er ihnen die Krone aushändigen. Flynn und Rapunzel rudern ein Stück entfernt an Land. Während Rapunzel allein zurückbleibt, macht sich Flynn Rider in der Dunkelheit auf den Weg zu den Brüdern. Besorgt erwartet Rapunzel ihn zurück, doch zu ihrem großen Schrecken kommt nicht Flynn, sondern die Stabbington-Brüder zu ihr zurück und behaupten, Flynn Rider habe sich mit der Krone aus dem Staub gemacht. Rapunzel ist am Boden zerstört, als sie den Geliebten in der Ferne in einem Boot davonfahren sieht. In Wahrheit haben die Brüder Flynn ans Steuerrad des Kahns gefesselt und in Richtung des Königspalasts getrieben. Nun wollen sie Rapunzel gefangen nehmen, um in den Besitz der magischen Kräfte ihrer Haare, von denen sie durch Mutter Gothel erfuhren, zu gelangen. Doch der gemeine Plan geht nicht auf. Mutter Gothel überwältigt die Banditen aus dem Hinterhalt und tritt als Retterin auf, um Rapunzels Vertrauen zurückzugewinnen. Von der Liebe und dem Leben enttäuscht, kehrt die Tochter reumütig mit ihr in den Turm zurück. Doch dort angekommen geht ihr im wahrsten Sinne des Wortes ein Licht auf. Sie erkennt das Symbol der Sonne in ihrem Wandgemälde, das sie intuitiv und unbewusst immer wieder gemalt hat und das ihr beim Königspalast aufgefallen ist. Es ist das Symbol der verschollenen Prinzessin.

Sie ist die verschollene Prinzessin! Während sie Mutter Gothel zur Rede stellt, gelingt Flynn Rider, der von den Königswachen festgenommen wurde und hingerichtet werden soll, die Flucht: Maximus hat die Räuber des Wirtshauses mobilisiert, die ihren neuen Freund schlagkräftig befreien. Flynn Rider rast mit Maximus zum Turm. Aber als er durch das Fenster steigt, wird er von der hinterhältigen Mutter Gothel niedergestochen. Sie bereitet die Flucht mit Rapunzel vor, um ihre magischen Haare ganz für sich allein zu haben. Flynn Rider sinkt verletzt in Rapunzels Arme. Es gibt nur eine Möglichkeit, ihn zu retten: mit den Heilkräften der Haare.

Um ihren Geliebten retten zu dürfen, verspricht Rapunzel, den Rest ihres Lebens bei Mutter Gothel zu verbringen und ihren Traum von einem freien, unbeschwerten und normalen Leben zu begraben. Das kann Flynn Rider nicht zulassen. Mit einer Spiegelscherbe schneidet er Rapunzels Haare ab, damit sie ihre magischen Kräfte verlieren – und stirbt in ihren Armen. Die entsetzte Gothel altert daraufhin in Sekundenschnelle, wird von Pascal, dem Chamäleon, zu Fall gebracht und stürzt aus dem Fenster. Rapunzel weint um die Liebe ihres Lebens, nicht ahnend, dass ihre Tränen ebenfalls Zauberkräfte haben ...


© Disney


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Nickname 30.11.2010, 16.00| (12/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Filmtipps | Tags: Disney, Movie, Rapunzel, Grimm,

Rapunzel (1812)

Kinder- und Haus-Märchen Band 1, Große Ausgabe.

Es war einmal ein Mann und eine Frau, die hatten sich schon lange ein Kind gewünscht und nie eins bekommen, endlich aber ward die Frau guter Hoffnung. Diese Leute hatten in ihrem Hinterhaus ein kleines Fenster, daraus konnten sie in den Garten einer Fee sehen, der voll von Blumen und Kräutern stand, allerlei Art, keiner aber durfte es wagen, in den Garten hineinzugehen. Eines Tages stand die Frau an diesem Fenster und sah hinab, da erblickte sie wunderschöne Rapunzeln auf einem Beet und wurde so lüstern darnach, und wußte doch, daß sie keine davon bekommen konnte, daß sie ganz abfiel und elend wurde. Ihr Mann erschrack endlich und fragte nach der Ursache; „Ach wenn ich keine von den Rapunzeln aus dem Garten hinter unserm Haus zu essen kriege, so muß ich sterben.“ Der Mann, welcher sie gar lieb hatte, dachte, es mag kosten was es will, so willst du ihr doch welche schaffen, stieg eines Abends über die hohe Mauer und stach in aller Eile eine Hand voll Rapunzeln aus, die er seiner Frau brachte. Die Frau machte sich sogleich Salat daraus, und aß sie in vollem Heißhunger auf. Sie hatten ihr aber so gut, so gut geschmeckt, daß sie den andern Tag noch dreimal soviel Lust bekam. Der Mann sah wohl, daß keine Ruh wäre, also stieg er noch einmal in den Garten, allein er erschrack gewaltig, als die Fee darin stand und ihn heftig schalt, daß er es wage in ihren Garten zu kommen und daraus zu stehlen. Er entschuldigte sich, so gut er konnte, mit der Schwangerschaft seiner Frau, und wie gefährlich es sei, ihr dann etwas abzuschlagen, endlich sprach die Fee: "Ich will mich zufrieden geben und dir selbst gestatten Rapunzeln mitzunehmen, so viel du willst, wofern du mir das Kind geben wirst, womit deine Frau jetzo geht.“ In der Angst sagte der Mann alles zu, und als die Frau in Wochen kam, erschien die Fee sogleich, nannte das kleine Mädchen Rapunzel und nahm es mit sich fort.

Dieses Rapunzel wurde das schönste Kind unter der Sonne, wie es aber zwölf Jahr alt war, so schloß es die Fee in einen hohen hohen Turm, der hatte weder Tür noch Treppe, nur ganz oben ein kleines Fensterchen. Wenn nun die Fee hinein wollte, so stand sie unten und rief:

„Rapunzel, Rapunzel!
laß mir dein Haar herunter.“

Rapunzel hatte prächtige Haare, fein wie gesponnen Gold, und wenn die Fee so rief, so band sie sie los, wickelte sie oben um einen Fensterhaken und dann fielen die Haare zwanzig Ellen tief hinunter und die Fee stieg daran hinauf.

Eines Tages kam nun ein junger Königssohn durch den Wald, wo der Turm stand, sah das schöne Rapunzel oben am Fenster stehen und hörte sie mit so süßer Stimme singen, daß er sich ganz in sie verliebte. Da aber keine Türe im Turm war und keine Leiter so hoch reichen konnte, so geriet er in Verzweiflung, doch ging er alle Tage in den Wald hin, bis er einstmals die Fee kommen sah, die sprach:

„Rapunzel, Rapunzel!
laß dein Haar herunter.“

Darauf sah er wohl, auf welcher Leiter man in den Turm kommen konnte. Er hatte sich aber die Worte wohl gemerkt, die man sprechen mußte, und des andern Tages, als es dunkel war, ging er an den Turm und sprach hinauf:

Rapunzel, Rapunzel,
laß dein Haar herunter!

Da ließ sie die Haare los, und wie sie unten waren, machte er sich daran fest und wurde hinaufgezogen.

Rapunzel erschrack nun anfangs, bald aber gefiel ihr der junge König so gut, daß sie mit ihm verabredete, er solle alle Tage kommen und hinaufgezogen werden. So lebten sie lustig und in Freuden eine geraume Zeit, und die Fee kam nicht dahinter, bis eines Tages das Rapunzel anfing und zu ihr sagte: „Sag’ sie mir doch Frau Gothel, meine Kleiderchen werden mir so eng und wollen nicht mehr passen.“ Ach du gottloses Kind, sprach die Fee, was muß ich von dir hören, und sie merkte gleich, wie sie betrogen wäre, und war ganz aufgebracht. Da nahm sie die schönen Haare Rapunzels, schlug sie ein paar Mal um ihre linke Hand, griff eine Schere mit der rechten und ritsch, ritsch, waren sie abgeschnitten. Darauf verwieß sie Rapunzel in eine Wüstenei, wo es ihr sehr kümmerlich erging und sie nach Verlauf einiger Zeit Zwillinge, einen Knaben und ein Mädchen gebar.

Denselben Tag aber, wo sie Rapunzel verstoßen hatte, machte die Fee abends die abgeschnittenen Haare oben am Haken fest, und als der Königssohn kam:

Rapunzel, Rapunzel,
laß dein Haar herunter!

so ließ sie zwar die Haare nieder, allein wie erstaunte der Prinz, als er statt seines geliebten Rapunzels die Fee oben fand. „Weißt du was, sprach die erzürnte Fee, Rapunzel ist für dich Bösewicht auf immer verloren!“

Da wurde der Königssohn ganz verzweifelnd, und stürzte sich gleich den Turm hinab, das Leben brachte er davon, aber die beiden Augen hatte er sich ausgefallen, traurig irrte er im Wald herum, aß nichts als Gras und Wurzeln, und tat nichts als weinen. Einige Jahre nachher gerät er in jene Wüstenei, wo Rapunzel kümmerlich mit ihren Kindern lebte, ihre Stimme däuchte ihm so bekannt, in demselben Augenblick erkannte sie ihn auch und fällt ihm um den Hals. Zwei von ihren Thränen fallen in seine Augen, da werden sie wieder klar, und er kann damit sehen, wie sonst.

Quelle: Wikisource

Nickname 29.11.2010, 00.04| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Lesen - Brüder Grimm | Tags: Rapunzel, Brüder Grimm, Fee, Prinz,